
Wenn Sie durch das Regal für falsche Wimpern gehen, finden Sie zahlreiche bekannte Bezeichnungen für Wimpernstile: Natural, Wispy, Volume, Cat-Eye, Doll-Eye.
Sie machen Produkte leicht kategorisierbar. Doch wenn fast jede Lash-Marke dieselbe Sprache verwendet, wird eine andere Frage interessanter:
Was bringt Verbraucher tatsächlich dazu, sich für einen Wimpernstil statt für einen anderen zu entscheiden?
Vielleicht ist es nicht der Name des Stils.
Vielleicht ist es der Look, den sie sich damit vorstellen.
Wer einen Cat-Eye-Lash betrachtet, denkt möglicherweise nicht darüber nach, wie die Längen entlang des Wimpernbands verteilt sind. Vielleicht möchte die Person einfach einen optisch längeren, definierteren Augenbereich erzielen. Wer sich für einen Wispy-Lash entscheidet, sucht möglicherweise keine bestimmte Konstruktion. Vielleicht geht es vielmehr um eine sanfte Definition, ohne dass der Look zu stark geschminkt wirkt.
Der Wimpernstil beschreibt das Produkt.
Der Look gibt dem Produkt seinen eigentlichen Nutzen.
Seit Jahren nutzen Lash-Marken bekannte Kategorien, um Verbrauchern die Orientierung im Markt zu erleichtern.
Natural. Wispy. Volume. Dramatic.
Diese Begriffe sind weiterhin wichtig. Sie vermitteln schnell eine visuelle Vorstellung und helfen dabei, ungefähr zu verstehen, was einen erwartet.
Doch sie beantworten nicht immer die Frage hinter dem Kauf:
Was bewirkt dieser Lash bei meinen Augen?
”Wispy” beschreibt das Erscheinungsbild des Lashes.
”Cat-Eye” deutet darauf hin, wo die Länge konzentriert ist.
”Natural” vermittelt eine Erwartung an den Gesamteffekt.
Doch Verbraucher suchen möglicherweise eigentlich etwas anderes: einen optisch gelifteten Augenbereich, eine weichere Definition, einen offener wirkenden Blick oder einfach eine Möglichkeit, ihr alltägliches Make-up etwas vollendeter wirken zu lassen.
Je vielfältiger das Lash-Segment wird, desto wichtiger wird dieser Unterschied.
Denn wenn mehrere Produkte ähnliche Stilnamen und ähnlich aussehende Wimperntrays haben, schafft eine weitere Variante von „Wispy“ nicht automatisch einen überzeugenden Grund, sich für genau dieses Produkt zu entscheiden.
Ein Lash-Entwickler betrachtet Fasern, Curl, Dichte, Länge, Bandkonstruktion und Mapping.
Der Verbraucher sieht den Blick im Spiegel.
Dieser Unterschied wird leicht übersehen.
Aus Sicht der Produktentwicklung können sich zwei Lashes in ihrer Konstruktion deutlich unterscheiden. Wenn sie am Auge jedoch nahezu dasselbe Ergebnis erzeugen, erlebt der Verbraucher sie möglicherweise nicht als wirklich unterschiedlich.
Umgekehrt kann auch ein einzelner Lash mehrere Ergebnisse ermöglichen – je nachdem, wie er angewendet wird.
Nehmen wir einen Wispy-Lash. Über die gesamte Wimpernlinie getragen, kann er eine weiche, alltagstaugliche Definition erzeugen. Wird mehr Länge am äußeren Augenwinkel konzentriert, kann derselbe Lash einen stärker verlängerten Effekt erzeugen. Werden nur bestimmte Bereiche zusätzlich geschichtet, kann der Look intensiver werden, ohne gleich wie ein Full-Volume-Lash zu wirken.
Der Lash hat sich nicht verändert.
Nur die Art, wie er verwendet wird.
Das ist einer der Gründe, warum Individualisierung bei falschen Wimpern zunehmend relevant wird. Bei DIY Cluster Lashes können Verbraucher selbst entscheiden, wo sie mehr Länge oder Dichte wünschen und wo der Look leichter bleiben soll.
Das Produkt liefert damit weniger ein festgelegtes Ergebnis und gibt dem Verbraucher stattdessen mehr Spielraum, seinen gewünschten Look selbst zu gestalten.
Das wirft eine interessante Frage für Lash-Marken auf:
Was wäre, wenn die Produktentwicklung mit dem gewünschten Augen-Look beginnt – und nicht mit dem Wimpernstil?
Statt mit
”Wir brauchen noch einen weiteren Wispy-Lash.”
könnte der Ausgangspunkt sein:
”Wir möchten einen weichen, optisch gelifteten Augen-Look kreieren.”
Danach können die Designentscheidungen folgen.
Wie sollten die Längen verteilt sein?
Wie viel Dichte wird benötigt?
Sollten die Fasern schwarz oder braun sein?
Würde ein weicherer Curl besser funktionieren?
Bietet ein Strip oder ein Cluster dem Verbraucher mehr Kontrolle?
Dasselbe Denken lässt sich auf verschiedene gewünschte Ergebnisse übertragen.
Ein optisch längerer Augenbereich könnte durch gezielte Länge am äußeren Augenwinkel entstehen. Ein weicherer Alltagslook könnte von geringerer Dichte und abgestuften Längen profitieren. Ein strukturierterer Look kann durch gezielte Variation entstehen, anstatt einfach mehr Volumen hinzuzufügen.
Der Stil bleibt wichtig.
Aber er wird zum Mittel zum Zweck – und nicht mehr zur gesamten Produktidee.
Genau hier wird die Idee für Marken besonders interessant.
Ein guter Lash muss nicht zwangsläufig auf einen einzigen fertigen Look festgelegt sein.
Verschiedene Design- und Anwendungsmöglichkeiten können das Ergebnis verändern:
Natural-Look Lash
Kann eine dezente Definition für den Alltag schaffen, insbesondere wenn Dichte und Länge nahe an den natürlichen Wimpern bleiben.
Cat-Eye-Konstruktion
Kann den äußeren Augenbereich betonen und einen optisch verlängerten Effekt erzeugen.
Spiky oder strukturierter Lash
Kann durch Separation und Textur Definition schaffen, ohne sich ausschließlich auf mehr Dichte zu verlassen.
Brauner Lash
Kann den Kontrast zwischen Lash und Auge reduzieren und dadurch für einen dezenteren Look sorgen.
DIY Cluster
Kann dem Verbraucher ermöglichen, Länge und Dichte entsprechend dem gewünschten Look individuell anzupassen.
Das bedeutet nicht, dass jeder Lash als „Multi-Use“ vermarktet werden muss.
Es bedeutet, dass Marken genauer darüber nachdenken können, wie viel Gestaltungsspielraum bereits im Produkt steckt.
Dafür gibt es einen ganz praktischen Grund.
Ein Lash-Sortiment kann auf dem Papier vielfältig aussehen und trotzdem relativ ähnliche Ergebnisse bieten.
Stellen Sie sich zehn Styles mit unterschiedlichen Namen vor, die nach der Anwendung jedoch ungefähr dasselbe Maß an Definition erzeugen.
Das Sortiment hat mehr SKUs.
Der Verbraucher hat dadurch nicht automatisch mehr relevante Auswahl.
Ein gezielteres Sortiment könnte stattdessen unterschiedliche visuelle Ergebnisse abdecken:
Welches Sortiment sinnvoll ist, hängt von Marke, Markt, Preispunkt und Zielgruppe ab.
Es geht nicht darum, einfach weniger Produkte zu entwickeln.
Es geht darum, jedem Produkt eine klare Aufgabe zu geben.
Wenn Verbraucher einen Lash nach dem gewünschten Ergebnis auswählen, muss auch die Produktkommunikation dieses Ergebnis verständlich machen.
Ein Bild des Wimperntrays zeigt, wie der Lash aussieht.
Ein Bild am Auge zeigt, was er bewirken kann.
Dieser Unterschied kann beeinflussen, wie schnell ein Verbraucher das Produkt versteht.
Für Marken kann das bedeuten, Folgendes zu zeigen:
Auch der Produktname kann mehr leisten.
„Wispy Lash“ sagt dem Verbraucher, welcher Kategorie das Produkt angehört.
„Soft, Airy Definition“ vermittelt bereits, warum man sich dafür entscheiden könnte.
Beide Ansätze müssen sich nicht gegenseitig ersetzen. Der Stilname erleichtert die Orientierung. Das gewünschte Ergebnis erleichtert die Kaufentscheidung.
Das bedeutet nicht, dass Lash-Marken traditionelle Stil-Kategorien aufgeben sollten.
Verbraucher brauchen weiterhin eine einfache Sprache, um sich im Markt zu orientieren.
Doch je vielfältiger das Segment der falschen Wimpern wird, desto interessanter kann es sein, Stil und Ergebnis klarer miteinander zu verbinden.
Statt nur zu fragen:
”Welchen Lash sollten wir als Nächstes auf den Markt bringen?”
können Marken auch fragen:
”Welcher Look fehlt noch in unserem Sortiment?”
Diese kleine Veränderung kann zu anderen Produktentscheidungen führen.
Sie kann Konstruktion, Farbe, Mapping, Format, Packaging und sogar die Art beeinflussen, wie ein Produkt fotografiert und benannt wird.
Und sie kann Chancen sichtbar machen, die schwer zu erkennen sind, wenn der Ausgangspunkt immer nur ein weiterer Wimpernstil ist.
Wahrscheinlich beides.
Verbraucher erkennen und nutzen weiterhin bekannte Kategorien wie Natural, Wispy, Cat-Eye und Volume.
Doch diese Bezeichnungen sind nur ein Teil der Entscheidung.
Was einen Lash wertvoll macht, ist letztlich das Ergebnis, das er ermöglicht:
Ein weicherer Augen-Look.
Ein optisch gelifteter Blick.
Mehr Definition.
Mehr Kontrolle.
Ein völlig anderer Make-up-Look.
Für Lash-Marken bedeutet das: Innovation muss nicht immer mit einem neuen Stil beginnen.
Manchmal beginnt sie damit, einen bestehenden Stil anders zu betrachten.
Was wäre, wenn das Produkt nicht die endgültige Antwort ist?
Was wäre, wenn es das Werkzeug ist, mit dem Verbraucher ihren gewünschten Look selbst kreieren können?
Der Lash ist das Produkt.
Der Look ist der Wert.
Welche falschen Wimpernstile sind am häufigsten?
Zu den häufigsten Wimpernstilen gehören Natural, Wispy, Volume, Cat-Eye, Doll-Eye, Dramatic und strukturierte Designs. Je nach Konstruktion und Anwendung kann jeder Stil einen unterschiedlichen visuellen Effekt erzeugen.
Worauf achten Verbraucher bei der Auswahl falscher Wimpern?
Verbraucher können unter anderem Wimpernstil, Aussehen, Tragekomfort, Anwendung, Preis und den gewünschten Augen-Look berücksichtigen. Welche Faktoren am wichtigsten sind, kann je nach Person und Anlass variieren.
Kann ein Wimpernstil unterschiedliche Augen-Looks erzeugen?
Ja. Platzierung, Layering, Kürzen und Mapping können den finalen Effekt verändern. Das ist besonders relevant bei anpassbaren Formaten wie DIY Cluster Lashes.
Wie können Lash-Marken ihre Produkte leichter verständlich machen?
Marken können bekannte Stilbezeichnungen mit klaren visuellen Ergebnissen verbinden. Bilder am Auge, Anwendungsbeispiele, Mapping-Vorschläge und Beschreibungen des gewünschten Effekts können dabei helfen, verständlich zu machen, welches Ergebnis das Produkt erzielen soll.
Sollten Lash-Marken Produkte auf Basis gewünschter Augen-Looks entwickeln?
Gewünschte Augen-Looks können ein sinnvoller Ausgangspunkt für die Produktentwicklung sein. Anschließend können Marken Länge, Dichte, Curl, Farbe, Konstruktion und Format entsprechend auf dieses Ergebnis abstimmen.
Chat Now!